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Aufrufe seit 01.02.2009
Letztes Seiten-Update: 23.07.2010
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Kreuznacher Karneval Club (KKC) "grün-gelb" 1949 e.V. - Eine Chronik
 
Aus dem Stammtisch der Gaststätte Karlshalle fanden sich die ersten närrischen Streiter zusammen und gründeten den Verein "Karlshaller Nachtigallen".
1949 machte der Verein seinen ersten eigenen Umzug.
Es wurde sich am Hauptquartier dem Gelände der Mutter Mang auf der Karlshalle (Gaststätte Karlshalle) aufgestellt, und man zog durch die Innenstadt zum Holzmarkt.
Teilnehmer: Wickerts Kloakentransport, Haas aus der Müllergasse mit seinem Mainzer Bier und auch die französischen Besatzungsmächte hatten sogar ein Auto zur Verfügung gestellt.

1954 entschloss man sich den Verein als eingetragen Verein zu führen, man gab sich eine Satzung und der Verein erhielt mit Eintrag ins Kreuznacher Vereinsregister den Namen "Kreuznacher Nachtigallen 1949 e.V." Neuer Vorsitzender und Sitzungspräsident wurde Hugo Weil und man zog in die "Liedertafel" als neues Domizil um.
In dieser Zeit kam es immer öfter zu Kontakten und gemeinsamen Veranstaltungen mit der "Stammtischgesellschaft zum Rosengarten" unter deren Präsident Willi Weber.
Unter dem Vorsitzenden und Sitzungspräsidenten Valentin Renkel, dem Vater des späteren Vorsitzenden Georg Renkel, wurden die Bande zwischen der Stammtischgesellschaft Rosengarten und den Kreuznacher Nachtigallen in der Zeit von 1962 bis 1966 immer enger, viele wurden Mitglieder und auch aktiv in den Kreuznacher Nachtigallen und Willi Weber wurde gar Vizesitzungspräsident.
1967 wurde Willi Weber dann Vorsitzender und Sitzungspräsident der Kreuznacher Nachtigallen.

1973 nahmen die 1954 gegründeten "Funken" unter ihrem Vorsitzenden Werner Woll mit den Kreuznacher Nachtigallen Verbindung auf und schlugen vor, eine Fusion der beiden Vereine zu prüfen. Nach schwierigen Geburtswehen schloss man sich unter dem neuen Namen Kreuznacher Karneval Club "Grün-Gelb" 1949 e.V. zusammen.

Vorsitzender und Sitzungspräsident wurde der bisherige Vorsitzende der Nachtigallen, Willi Weber. Vielen heute noch bekannt ob seiner Aussprüche wie "La Paloma, die weiße Pflaume" oder aber auch "das mache mer alles aus de Lamäng". Seinem Engagement und auch seinen privaten finanziellen Zuwendungen war es letztlich zu verdanken, dass der neue "alte" Verein sich sehr schnell in der Kreuznacher Narrenlandschaft etablierte.

Es folgten schwierige Zeiten, denn der Verein hatte aus seinen Sitzungen lediglich die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern. Die Bewirtung lag in den Händen der "Liedertafel". Erst mit dem Umzug in den Saal St. Franziskus hatte der Verein die Möglichkeit der eigenen Bewirtung und somit auch solidere finanzielle Grundlagen.
 
1983 erfolgte nach 15 Jahren ein Führungswechsel, Heinz Feil, langjähriger Vizepräsident, übernahm die Vereinsführung und das Amt des Sitzungspräsidenten. Er war der letzte, der beide Ämter in Personalunion inne hatte. 1988 erfolgte der Umzug des Vereins in die Turnhalle der Ringschule, wo der Verein bis 2008 seine Veranstaltungen abhielt. Georg Renkel sen. übernahm in diesem Jahr den Vorsitz des Vereins und Rainer König wurde neuer Sitzungspräsident.
 
Der KKC entwickelte sich kontinuierlich fort, Jürgen Drees löste im Jahre 1998 Rainer König als Sitzungspräsidenten ab. Im Jahr 2002 errang der Verein den (mittlerweile leider wieder überbotenen) Weltrekord mit der "längsten Karnevalsitzung der Welt" - man hielt, begleitet von Funk und Fernsehen unter der Juri aus Bundes-, Landes- und Lokalpolitikern sowie Personen des öffentlichen Lebens, eine Sitzung über non stop 24 Stunden ab, eine gewaltige Leistung für die nur knapp 30 Aktiven.
2003 übernahm Otmar Luther den Vorsitz von Georg Renkel sen. In diesem Jahr ist es dem Verein auch gelungen, sich ein Vereinsheim in den Räumlichkeiten der Ringschulturnhalle zu schaffen. Diese Räumlichkeiten können in der Zukunft auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden und bieten bis zu 100 Personen Platz.
 
Im Jahre des Jubiläums 5 x 11, 2004, musste der Vizesitzungspräsident Thomas Kehrein wegen eines Beinbruches des Sitzungspräsidenten Jürgen Drees durch die Kampagne führen.
In diesem Jubiläumsjahr wurde auch durch den KKC "Grün-Gelb" in Zusammenarbeit mit der Kirner Privatbrauerei Andres der Schorsch-Renkel-Orden ins Leben gerufen und an Schorsch Renkel sen. als Namensgeber erstmals verleihen. Fortan soll dieser Orden vereinsübergreifend an Kreuznacher Karnevalisten verliehen werden, die sich um die Kreuznacher Fassenacht im besonderen Maße verdient gemacht haben.
Nachdem im Folgejahr Jürgen Drees wegen beruflicher Veränderung ebenfalls kein Sitzungspräsident mehr sein konnte, übergab er endgültig das Zepter an Thomas Kehrein.
Wegen der Kürze der Session, am 9.02.2005 war bereits Aschermittwoch, fand unter dem neuen Sitzungspräsidenten die erste Silvestersitzung eines Kreuznacher Karnevalvereins statt.
Seit langem gab es mal wieder mehr Nachfrage als Karten zur Verfügung standen.
2006 trat Otmar Luther aus gesundheitlichen Gründen als 1. Vorsitzender zurück und Gerhard Remmet übernahm den Vorsitz beim KKC "Grün-Gelb".
2007/2008 fand die zweite Silvestersitzung statt, dieses Mal war bereits am 06.02.2008 Aschermittwoch.

Mit Ablauf der Session 2008 zogen sich viele aus den verschiedensten, meist privaten Gründen, als Aktive zurück. Der Verein stand an einem Scheidepunkt, die enorme Arbeit, die mit der Ausgestaltung der Sitzungen in der Turnhalle der Ringschule (erster Stock) verbunden war, konnte mit den verbliebenen Mitstreitern nicht mehr bewältigt werden. Man traf dann die durchaus auch umstrittene Entscheidung, zumindest vorübergehend die Sitzungen in der vereinseigenen Allez Hopp Stupp in der Ringschule abzuhalten. Dies traf dann auch noch mit der Entscheidung des Sitzungspräsidenten Thomas Kehrein zusammen, sich künftig anderen Aufgaben zu widmen und nicht mehr als Sitzungspräsident zur Verfügung zu stehen.
Man ging auf die Suche und Jürgen Drees erklärte sich unter nun geänderten beruflichen Voraussetzungen bereit das Amt des Sitzungspräsidenten erneut zu übernehmen.
Wie so oft im Leben kommt ein Unglück selten alleine, es gab private Streitigkeiten zwischen verschiedenen Mitgliedern und Jürgen Drees legte kurz vor Beginn der Veranstaltungen sein gerade neu übernommenes Amt als Sitzungspräsident wieder nieder.
 
So fand die Sitzung des KKC "Grün-Gelb" im Jahre 2009 im kleinen Rahmen des Vereinsheimes ohne Elferrat und Sitzungspräsidenten statt. Dies hatte allerdings der Qualität der Sitzung und der Stimmung der in den ausverkauften Räumlichkeiten anwesenden Narren und Narrhallesen keinen Abbruch getan, wie die Presse übereinstimmend zu berichten wusste. Auch im Jahr 2010 wurde, nach einer erneuten (nunmehr insgesamt dritten) Silvestersitzung 2009, dieses Konzept weiter verfolgt und begeisterte Aktive wie Zuschauer gleichermaßen. Auch die Teilnahme an der Kreiznacher Narrefahrt 2010 mit dem neuen Wagen war sehr erfolgreich, wir erhielten den ersten Preis in der Rubrik Komiteewagen.