Kreuznacher Karneval Club (KKC) "grün-gelb"
1949 e.V. - Eine Chronik
Aus dem Stammtisch der Gaststätte Karlshalle fanden sich die ersten närrischen
Streiter zusammen und gründeten den Verein "Karlshaller Nachtigallen". 1949 machte der Verein seinen ersten eigenen Umzug.
Es wurde sich am Hauptquartier dem Gelände der Mutter Mang auf der Karlshalle (Gaststätte Karlshalle)
aufgestellt, und man zog durch die Innenstadt zum Holzmarkt.
Teilnehmer: Wickerts Kloakentransport, Haas aus der Müllergasse mit seinem Mainzer Bier und auch die französischen
Besatzungsmächte hatten sogar ein Auto zur Verfügung gestellt.
1954 entschloss man sich den Verein als eingetragen Verein zu führen, man gab sich eine Satzung und
der Verein erhielt mit Eintrag ins Kreuznacher Vereinsregister den Namen "Kreuznacher Nachtigallen 1949 e.V."
Neuer Vorsitzender und Sitzungspräsident wurde Hugo Weil und man zog in die "Liedertafel" als neues
Domizil um.
In dieser Zeit kam es immer öfter zu Kontakten und gemeinsamen Veranstaltungen mit der "Stammtischgesellschaft
zum Rosengarten" unter deren Präsident Willi Weber.
Unter dem Vorsitzenden und Sitzungspräsidenten Valentin Renkel, dem Vater des späteren Vorsitzenden Georg
Renkel, wurden die Bande zwischen der Stammtischgesellschaft Rosengarten und den Kreuznacher Nachtigallen in der
Zeit von 1962 bis 1966 immer enger, viele wurden Mitglieder und auch aktiv in den Kreuznacher Nachtigallen und
Willi Weber wurde gar Vizesitzungspräsident. 1967 wurde Willi Weber dann Vorsitzender und Sitzungspräsident der Kreuznacher Nachtigallen.
1973 nahmen die 1954 gegründeten "Funken" unter ihrem Vorsitzenden
Werner Woll mit den Kreuznacher Nachtigallen Verbindung auf und schlugen vor, eine Fusion der beiden Vereine zu
prüfen. Nach schwierigen Geburtswehen schloss man sich unter dem neuen Namen Kreuznacher Karneval Club
"Grün-Gelb" 1949 e.V. zusammen.
Vorsitzender und Sitzungspräsident wurde der bisherige Vorsitzende der Nachtigallen, Willi Weber. Vielen heute
noch bekannt ob seiner Aussprüche wie "La Paloma, die weiße Pflaume" oder aber auch "das
mache mer alles aus de Lamäng". Seinem Engagement und auch seinen privaten finanziellen Zuwendungen war
es letztlich zu verdanken, dass der neue "alte" Verein sich sehr schnell in der Kreuznacher Narrenlandschaft
etablierte.
Es folgten schwierige Zeiten, denn der Verein hatte aus seinen Sitzungen lediglich die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern.
Die Bewirtung lag in den Händen der "Liedertafel". Erst mit dem Umzug in den Saal St. Franziskus
hatte der Verein die Möglichkeit der eigenen Bewirtung und somit auch solidere finanzielle Grundlagen.
1983 erfolgte nach 15 Jahren ein Führungswechsel, Heinz Feil, langjähriger
Vizepräsident, übernahm die Vereinsführung und das Amt des Sitzungspräsidenten. Er war der
letzte, der beide Ämter in Personalunion inne hatte. 1988 erfolgte der Umzug des Vereins in die Turnhalle
der Ringschule, wo der Verein bis 2008 seine Veranstaltungen abhielt. Georg Renkel sen. übernahm in diesem
Jahr den Vorsitz des Vereins und Rainer König wurde neuer Sitzungspräsident.
Der KKC entwickelte sich kontinuierlich fort, Jürgen Drees löste im Jahre 1998
Rainer König als Sitzungspräsidenten ab. Im Jahr 2002 errang der Verein den (mittlerweile leider
wieder überbotenen) Weltrekord mit der "längsten Karnevalsitzung der Welt" - man hielt, begleitet
von Funk und Fernsehen unter der Juri aus Bundes-, Landes- und Lokalpolitikern sowie Personen des öffentlichen
Lebens, eine Sitzung über non stop 24 Stunden ab, eine gewaltige Leistung für die nur knapp 30 Aktiven.
2003 übernahm Otmar Luther den Vorsitz von Georg Renkel sen. In diesem Jahr ist es dem Verein auch
gelungen, sich ein Vereinsheim in den Räumlichkeiten der Ringschulturnhalle zu schaffen. Diese Räumlichkeiten
können in der Zukunft auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden und bieten bis zu 100 Personen
Platz.
Im Jahre des Jubiläums 5 x 11, 2004, musste der Vizesitzungspräsident
Thomas Kehrein wegen eines Beinbruches des Sitzungspräsidenten Jürgen Drees durch die Kampagne führen.
In diesem Jubiläumsjahr wurde auch durch den KKC "Grün-Gelb" in Zusammenarbeit mit der Kirner
Privatbrauerei Andres der Schorsch-Renkel-Orden ins Leben gerufen und an Schorsch Renkel sen. als Namensgeber erstmals
verleihen. Fortan soll dieser Orden vereinsübergreifend an Kreuznacher Karnevalisten verliehen werden, die
sich um die Kreuznacher Fassenacht im besonderen Maße verdient gemacht haben.
Nachdem im Folgejahr Jürgen Drees wegen beruflicher Veränderung ebenfalls kein Sitzungspräsident
mehr sein konnte, übergab er endgültig das Zepter an Thomas Kehrein.
Wegen der Kürze der Session, am 9.02.2005 war bereits Aschermittwoch, fand unter dem neuen Sitzungspräsidenten
die erste Silvestersitzung eines Kreuznacher Karnevalvereins statt.
Seit langem gab es mal wieder mehr Nachfrage als Karten zur Verfügung standen. 2006 trat Otmar Luther aus gesundheitlichen Gründen als 1. Vorsitzender zurück und Gerhard Remmet
übernahm den Vorsitz beim KKC "Grün-Gelb".
2007/2008 fand die zweite Silvestersitzung statt, dieses Mal war bereits am 06.02.2008 Aschermittwoch.
Mit Ablauf der Session 2008 zogen sich viele aus den verschiedensten, meist privaten
Gründen, als Aktive zurück. Der Verein stand an einem Scheidepunkt, die enorme Arbeit, die mit der Ausgestaltung
der Sitzungen in der Turnhalle der Ringschule (erster Stock) verbunden war, konnte mit den verbliebenen Mitstreitern
nicht mehr bewältigt werden. Man traf dann die durchaus auch umstrittene Entscheidung, zumindest vorübergehend
die Sitzungen in der vereinseigenen Allez Hopp Stupp in der Ringschule abzuhalten. Dies traf dann auch noch mit
der Entscheidung des Sitzungspräsidenten Thomas Kehrein zusammen, sich künftig anderen Aufgaben zu widmen
und nicht mehr als Sitzungspräsident zur Verfügung zu stehen.
Man ging auf die Suche und Jürgen Drees erklärte sich unter nun geänderten beruflichen Voraussetzungen
bereit das Amt des Sitzungspräsidenten erneut zu übernehmen.
Wie so oft im Leben kommt ein Unglück selten alleine, es gab private Streitigkeiten zwischen verschiedenen
Mitgliedern und Jürgen Drees legte kurz vor Beginn der Veranstaltungen sein gerade neu übernommenes Amt
als Sitzungspräsident wieder nieder.
So fand die Sitzung des KKC "Grün-Gelb" im Jahre 2009 im kleinen
Rahmen des Vereinsheimes ohne Elferrat und Sitzungspräsidenten statt. Dies hatte allerdings der Qualität
der Sitzung und der Stimmung der in den ausverkauften Räumlichkeiten anwesenden Narren und Narrhallesen keinen
Abbruch getan, wie die Presse übereinstimmend zu berichten wusste. Auch im Jahr 2010 wurde, nach einer
erneuten (nunmehr insgesamt dritten) Silvestersitzung 2009, dieses Konzept weiter verfolgt und begeisterte Aktive
wie Zuschauer gleichermaßen. Auch die Teilnahme an der Kreiznacher Narrefahrt 2010 mit dem neuen Wagen war
sehr erfolgreich, wir erhielten den ersten Preis in der Rubrik Komiteewagen.